Burn-Down-Charts sind eine super Sache, wenn du den Stand eines Projektes visualisieren möchtest. Besonders beliebt ist das Chart in der agilen Softwareentwicklung z.B. in Scrum, um den Fortschritt eines Sprints im Blick zu behalten. Im Diagramm kannst du sofort erkennen, ob dein Team gut im Zeitplan liegt. So könnt ihr frühzeitig Maßnahmen einleiten, um Deadlines einzuhalten und euer Sprint-Ziel zu erreichen!
In diesem Artikel lernst du, was ein Burn-Down-Chart und seine Vorteile sind und wie du es lesen, bzw. interpretieren kannst. Außerdem geben wir dir Tipps, zum effizienten Einsatz in deinem nächsten Sprint. Bereit? Dann starten wir direkt mit Frage Numero Uno:
Das Burn-Down-Chart ist ein Liniendiagramm. Es wird im Projektmanagement und in der agilen Softwareentwicklung eingesetzt, um Projekte bzw. Sprints besser steuern zu können.
Das Chart zeigt den verbleibenden Arbeitsaufwand in einem Projekt entlang einer Zeitachse. Von Anfang bis Ende des Projekts. Täglich könnt ihr ablesen, wie viel Aufwand euch verbleibt und ob die Erledigung der restlichen Aufgaben im geplanten Zeitrahmen realistisch ist. Wie das geht?
Es gibt zwei Linien im Diagramm. Die eine stellt den idealen Verlauf dar, in der das Team den Aufwand abarbeiten muss, um den geplanten Sprintumfang zu schaffen. Die andere zeigt, wie viel Aufwand euch tatsächlich noch im Projekt bevorsteht.
Wenn ihr beide Linien miteinander vergleicht, seht ihr, ob und inwiefern der reale Projektfortschritt vom optimalen abweicht. So könnt ihr sehen, ob ihr gut in der Zeit seid oder ob ihr gerade hinterherhinkt. Mehr dazu, wie ein Burn-Down-Chart aufgebaut ist, im nächsten Abschnitt.
Ein Burn-Down-Chart ist leicht zu entschlüsseln und bietet dir einen schnellen Überblick über den Sprintverlauf:
Normaler Verlauf: schwankt mal nach unten oder oben, trifft am Ende wieder auf die Ideallinie. Das ist in der Regel ein klassischer Verlauf eines Projektes oder Sprints, in dem die Aufwände richtig geschätzt, das Team effizient gearbeitet und keine großen Änderungen eingetroffen sind.
Horizontale im Diagramm: Ein horizontaler Verlauf im Diagramm weist darauf hin, dass sich das Projekt im Stillstand befindet. Das Team kommt nicht wirklich voran, weshalb der verbleibende Aufwand konstant auf einem Level verweilt. Möglich ist es aber auch, dass ein Team tagelang an der gleichen Aufgabe arbeitet.
Vertikale im Diagramm: Der restliche Aufwand kann auch plötzlich sinken oder steigen. Ein Anstieg in Scrum ist eher unüblich, da das Team den Arbeitsumfang am Anfang des Sprints festlegt. Änderungen während des Sprints sind selten. Es kann aber gut sein, dass sich das Team verschätzt hat. Eine plötzliche Korrektur kann einen Anstieg verursachen.
Wenn das Sprint-Ziel in Gefahr ist und das Team Tickets aus dem Sprint Backlog streicht, kann die Linie auch vertikal nach unten verlaufen, da der Arbeitsaufwand mit einem Mal abnimmt.
Das Burn-Down-Chart ist im Prinzip für alle Projekte vorteilhaft, in denen es sinnvoll ist, den Projektfortschritt zu messen. Besonders für kurz- bis mittelfristige Zeiträume.
Bei langfristigen Projekten lässt sich der Aufwand nur schwer einschätzen. Daher ist das Burn-Down-Chart nicht empfehlenswert für eine mehrjährige Planung.
Im Vergleich zum Gantt-Chart ist das Burn-Down-Chart praktisch, wenn der genaue Verlauf des Projektes nicht vorhersehbar ist: Das Gantt-Chart ist ein häufig verwendetes Diagramm im Projektmanagement. Es definiert die Reihenfolge sowie die Start- und Endzeitpunkte der Aufgaben.
Im Burn-Down-Chart ist es nicht notwendig, einzelne Schritte vorab zu planen. Meist lässt sich die konkrete Umsetzung auch erst im Projekt- bzw. Sprint-Verlauf bestimmen. Daher ist das Gantt-Chart in der agilen Entwicklung eher unüblich. Das Burn-Down-Chart ist dagegen eine super Möglichkeit, um flexibel zu bleiben und den Sprintfortschritt messen zu können!
Die Vorteile zusammengefasst:
So viel dazu, wie du ein Burn-Down-Chart erstellst. Kommen wir dazu, wie du das Diagramm effizient in Scrum einsetzen kannst. Wir haben für dich 5 Tipps zusammengetragen:
Das Burn-Down-Chart kann in Scrum, aber auch in allen anderen Projekten eingesetzt werden, in denen es wichtig ist, Deadlines einzuhalten und Fortschritte zu prüfen.
Eine Ideallinie zeigt den optimalen Verlauf, in dem die Aufgaben abzuarbeiten sind. Wenn ihr die Linie mit eurem tatsächlich verbleibenden Aufwand vergleicht, könnte ihr einschätzen, wie gut ihr in der Zeit seid. Ihr merkt frühzeitig, wenn Projekte aus dem Ruder laufen, könnt rechtzeitig eingreifen und behaltet die Kontrolle!
Wenn ihr das Chart wirkungsvoll einsetzen möchtet, solltet ihr Ressourcen sowie Effizienz im Team berücksichtigen, den Fortschritt täglich erfassen und den Aufwand möglichst genau schätzen. Wenn ihr euch diese Tipps zu Herzen nehmt, wird euch das Burn-Down-Chart dabei helfen, eure Sprints und Projekte erfolgreich abzuschließen.
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