Die Autobahn GmbH des Bundes verantwortet seit 2021 die Planung, den Bau, das Verkehrsmanagement, den Betrieb und den Erhalt der deutschen Autobahnen und Bundesfernstraßen.
Dabei setzt das Unternehmen auf einheitliche Standards und treibt innovative, digitale und nachhaltige Mobilitätslösungen voran. Mit über 13.200 Kilometern Autobahn und 15.000 Mitarbeitenden an 231 Standorten gehört das Unternehmen zu den größten Infrastrukturbetreibern Europas.
Auf den deutschen Autobahnen sind bundesweit tausende Kameras, Sensoren und dynamische Anzeigetafeln platziert. Eine flächendeckende Überwachung aller dieser Außenanlagen ist entsprechend komplex.
Gleichzeitig war der Betrieb lange Zeit föderal organisiert: Jedes Bundesland managte Systeme, Prozesse und Tools selbst. 2021 wurde die Autobahn GmbH gegründet, um die historisch gewachsene Fragmentierung zu überwinden und den Betrieb bundesweit einheitlich, transparent und digital aufzustellen.
Im Zuge dieser Transformation ist im Bereich der Verkehrszentralen AutobahnOS entstanden: ein Betriebssystem aus 21 verschiedenen Applikationen mit dem Ziel, bundesweit einheitliche Standards zu schaffen und damit ein noch intelligenteres Verkehrs- und Baustellenmanagement zu ermöglichen.
Das Betriebsmanagementsystem (BMS) ist eine dieser Applikationen, die wir gemeinsam mit der Autobahn GmbH entwickelt haben.
Wenn eine Außenanlage defekt ist, muss die Autobahn GmbH den Fehler so schnell wie möglich beheben. Denn das Unternehmen trägt bundesweit die Verantwortung für einen sicheren und reibungslosen Betrieb.
Die Aufgabe der Verkehrsbeeinflussungsanlagen:
Digitale Anzeigen und Verkehrsbeeinflussungsanlagen steuern Geschwindigkeiten, warnen vor Gefahren oder leiten den Verkehr um. Autofahrer*innen verlassen sich auf die angezeigten Informationen. So können falsche oder ausgefallene Anzeigen zu Fehlverhalten, Unsicherheit oder sogar Unfällen führen.
Außerdem tragen die Anlagen dazu bei, Staus zu reduzieren und den Verkehr zu lenken. Störungen können den Verkehrsfluss beeinträchtigen und zu unnötigen Verzögerungen führen.
Für die Autobahn GmbH bedeutet das:
Entsprechend sind schnelle Reaktionszeiten erforderlich, die sogar gesetzlich vorgeschrieben sind. Daher müssen die Verkehrszentralen die Fehler schnell erkennen, bewerten, beheben oder externe Dienstleister koordinieren, die sich darum kümmern.
Vor der Gründung der Autobahn GmbH hatten die einzelnen Bundesländer jeweils eigene Softwarelösungen entwickelt.
Konkret hieß das: neun Verkehrszentralen, neun unterschiedliche Systemwelten. Mehrere parallele Systeme bedeuteten allerdings auch mehr Wartung, Schnittstellen und Abstimmungen mit entsprechendem Ressourcen‑ und Kostenaufwand.
Daher sollte ein zentrales System entwickelt werden, das eine deutschlandweite Überwachung aller Außenanlagen der neun Verkehrszentralen ermöglicht.
So kann die Autobahn GmbH Ressourcen gezielter einsetzen, Wissen bündeln und den Betrieb nachhaltiger organisieren.
Das Ziel des Betriebsmanagementsystems (BMS) ist es, eine einheitliche Lösung zu bieten, die:
Da die Autobahn als kritische Infrastruktur gilt, bestehen zudem hohe Anforderungen an Cyber Security und Datenschutz. Vernetzte Systeme bieten potenzielle Angriffsflächen für Cyberangriffe, weshalb starke Sicherheitskonzepte unerlässlich sind.
Schrittweise überführen wir unterschiedliche Systeme und Arbeitsweisen in das BMS und implementieren die Lösungen in den einzelnen Verkehrszentralen.
Erfolgsfaktoren des Projekts:
Das Betriebsmanagementsystem (BMS) ist heute das zentrale Werkzeug zur Überwachung von Außenanlagen:
Damit schafft das BMS ein einheitliches System zur schnellen Behebung von Störungen an Außenanlagen. Einheitliche, digitale und effiziente Prozesse sorgen für kürzere Reaktionszeiten und mehr Effizienz.
Zudem überwacht die Lösung auch ausgewählte Applikationen von AutobahnOS. Die Vision ist es, sämtliche Systeme, Services und Anlagen der Autobahn GmbH technisch im BMS zu monitoren.
So können sich die Menschen auf die Anlagen der Autobahnen verlassen – für höchste Sicherheit im Straßenverkehr.