Maschinenbau/Fertigung

Kundenreferenz

BGH Stahlwerke: Glänzend aufgelegte Fertigungsprozesse


Lesedauer: 2 Minuten

Die Fertigung von spezialisierten Produkte wie Edelstahl ist hochkomplex. Unsere Software für BGH plant, steuert und überwacht nun die gesamte Produktion.

Kundenportrait

BGH Edelstahlwerke

Die BGH Edelstahlwerke GmbH fertigt seit mehr als 550 Jahren Edelstahl, Werkzeugstahl sowie Nickel- und Sonderlegierungen für die verschiedensten Branchen. Mit 2.200 Mitarbeitende ist das Traditionsunternehmen alleine in Deutschland an 8 Standorten vertreten.

Von der Automobilbranche über die Lebensmittelindustrie bis zu erneuerbaren Energien. Ob in Windkraftgetrieben, Elektroautos oder Wasserstofftechnologie – überall sind Bauteile aus BGH-Edelstahl verarbeitet. Die innovativen Werkstoffe tragen dazu bei, jährlich Tausende Tonnen CO₂ einzusparen und die Zukunft nachhaltiger zu gestalten. 

Bei der Herstellung von hoch spezialisierten Produkten wie Edelstahl gibt es besondere Herausforderungen. Die Produkte müssen strenge Qualitätsanforderungen erfüllen. Die Fertigungsprozesse sind komplex - vom Schmelzen zum Schmieden bis hin zur Qualitätskontrolle.

Dabei muss jeder Schritt sitzen. Denn: Die Erzeugnisse finden Einsatz in Bereichen wie der Medizintechnik, in denen hohe Sicherheitsstandards gelten. Die Produktionen müssen internationale Normen einhalten, z.B. ISO 9001 oder IATF 16949.

Schon kleinste Abweichungen in der chemischen Zusammensetzung beeinflussen die Materialeigenschaften. Fehlerhafte Produkte führen zu erheblichen Kosten.

Produktionsschritte wie die Wärmebehandlungen sind besonders energieintensiv. Um Ressourcen zu schonen, benötigt es eine präzise Produktionssteuerung. Und das immer wieder aufs Neue, da viele der Erzeugnisse Spezialanfertigungen sind. Daher kommt es auf Flexibilität in der Planung an, um Stillstände sowie Rüstzeiten zu verringern.

Die Ausgangssituation: Veraltetes MES-System

Ein veraltetes Manufacturing Executive System (MES). Es vermittelt zwischen zwei Ebenen: den ERP-Systemen, die langfristig Ressourcen planen, und auf der anderen Seite den Maschinen, die konkrete Aufträge ausführen.

Allerdings kann das System in Zeiten von Industrie 4.0 nicht mehr schritthalten. Viele Prozesse sind noch manuell auszuführen. Zum Beispiel nutzen Mitarbeitende Post-its in Papierform als Laufkarten, die sie an die Maschinen kleben.

Zudem ist die Systemlandschaft in der Produktion komplex. Die Maschinen sind noch nicht ausreichend vernetzt, um für die Anforderungen der Smart Factory gewappnet zu sein. 

Neben den angrenzenden Systemen wie das ERP gibt es verschiedene Maschinen und Modelle aus mehreren Generationen. Um die Produktion weiter zu automatisieren, fehlen die entsprechenden Schnittstellen. 

Das Ziel: Moderne Individuallösung

Eine neue individuelle Lösung soll den gesamten Fertigungsprozess der Stahlerzeugnisse steuern, überwachen und optimieren.

Anders als eine Standardsoftware soll die neue Anwendung genau auf die speziellen Anforderungen der individuellen Edelstahlfertigung angepasst sein, um die Prozesse noch effizienter und ressourcenschonender zu machen.

Dabei soll die Software auf modernen Open-Source-Technologien (.NET, C# und React) basieren, um Innovationen weiter zu fördern.

Softwareeinführung als Change-Prozess

Gemeinsam mit dem Kunden haben wir eine Produktvision definiert, die langfristige Unternehmensziele und -strategien berücksichtigt.

Denn: Die Einführung einer Software ist ein langfristiger Veränderungsprozess – vor allem, wenn eine Softwarelösung schon über Jahrzehnte im Einsatz ist. 

UX-Design ist ein entscheidendes Instrument: So richten wir das neue System nach den Bedürfnissen der Nutzer*innen aus

Eine Neuentwicklung eröffnet zusätzlich die Chance, bestehende Workflows für mehr Effizienz zu optimieren. Damit das möglichst reibungslos gelingt, sind wir mit den Nutzer*innen täglich in Kontakt. Wir testen vor Ort und stellen sicher, dass die Software besonders anwenderfreundlich und leicht zu bedienen ist. 

Durch Continous Delivery (kontinuierliche Auslieferung) ermöglichen wir, unsere Neuentwicklung iterativ zu testen, auszuliefern und damit das Altsystem schrittweise abzulösen. 

Um den Herausforderungen der komplexen Systemlandschaft gerecht zu werden und eine nahtlose Integration zu schaffen, sprechen wir in einem wöchentlichen Meeting mit den Ansprechpersonen der angrenzenden Systeme über die Schnittstellen.  

Das Ergebnis: Automatisierung von A bis Z

Die neue Lösung sorgt dafür, dass die Produktionsprozesse von Anfang bis Ende korrekt und effizient durchlaufen:  

  • Effizientere Prozesse
    Von der technischen Prozessplanung bis zur Qualitätssicherung. Die Software generiert automatisch Arbeitspläne, leitet die nächsten Schritte ein und berücksichtigt Abweichungen. 
     
  • Höhere Qualität – weniger Ausschuss
    Der digitale Zwilling jedes Erzeugnisses ermöglicht eine lückenlose Prozessverfolgung und Qualitätskontrolle. 
     
  • Bessere Vernetzung & Datenmanagement
    Die Anwendung überwacht die einzelnen Arbeitsschritte auf Basis von Echtzeitdaten, gibt Rückmeldung zur Produktion und berücksichtigt Schnittstellen. 

Das beschleunigt die gesamte Fertigung, reduziert Ausschuss und erhöht die Qualität der Produkte. Die Nutzerfreundlichkeit vereinfacht es den Mitarbeitenden, sich an die neue Software zu gewöhnen, und macht die Arbeit für sie schneller!

Die Zusammenarbeit mit der lise ist sehr angenehm, partnerschaftlich und zielgerichtet. Das Team arbeitet sich in komplexe Sachverhalte ein, macht proaktiv Vorschläge und holt sich regelmäßig Feedback ein.

Gunnar Kohlschein
Geschäftsführer der BGH
Jetzt anfragen